Ein besonderes Jubiläum, eine Vielfalt an Sonderausstellungen und nicht zuletzt der Hype um Friedrich Heysers Gemälde "Ophelia" bewegten Gäste dazu, das Museum Wiesbaden zu besuchen.
Ophelia mit Gast im Museum Wiesbaden
Bild: Christoph BoeckhelerDas Museum Wiesbaden zieht Bilanz und feiert das Jahr 2025 als eines seiner stärksten Ausstellungsjahre seit Beginn der Erfassung der Besuchsstatistik vor rund 25 Jahren. 130.986 Menschen besuchten das Hessische Landesmuseum für Kunst und Natur 2025. Es ist das zweitstärkste Jahr seit 2000 und im Vergleich zum Vorjahr (107.525) gewann das Museum rund 20.000 Gäste.
Der Monat April erwies sich als besuchsstärkster Monat. Eine Förderung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur ermöglichte ein besonderes Jubiläumsgeschenk. Alle Besucherinnen und Besucher erhielten im Geburtstagsmonat April an den Wochenenden freien Eintritt.
"Das Museum Wiesbaden wurde aus bürgerlichem Engagement heraus gegründet. Dank der Unterstützung durch Herrn Staatsminister Timon Gremmels konnten wir unseren Gästen 2025 etwas zurückgeben. Ohne die Bürgerinnen und Bürger Wiesbadens gäbe es unser Haus nicht, das wollten wir mit allen im Jubiläumsmonat feiern und der Eintrittspreis durfte dabei keine Hürde für einen Besuch darstellen," so Andreas Henning, Direktor des Museums. "Es war eine echte Freude, mit unseren Kooperationspartnern wie Caligari Filmbühne, Fasanerie, Schlachthof, Schloss Freudenberg oder Hessisches Staatstheater Wiesbaden den Jubiläumsmonat zu bespielen und ganz besondere Gäste wie Barbara Klemm, Maria Furtwängler oder Hanns Zischler zu begrüßen. Unser Dank gilt darüber hinaus allen Förderern und Sponsoren, die dieses Jubiläumsjahr möglich gemacht haben."
Auch die in Kooperation mit den Freunden des Museums Wiesbaden e.V. Susanne Hirschmann M.A. veranstalteten eintrittsfreien Samstage (jeweils am ersten Samstag im Monat) wurden von den Gästen positiv angenommen. Sie zählen zu den am stärksten frequentierten Öffnungstagen. Zudem haben Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren wie auch die Begleiter pädagogischer Gruppen freien Eintritt. "Mehr als 1.000 pädagogische Gruppen mit jungen Menschen haben das Museum Wiesbaden im Jubiläumsjahr besucht," erläutert Andreas Henning. "Das ist ein neuer Rekord. Wir danken der Nassauischen Sparkasse für ihre großzügige Förderung als Bildungspartner im Jubiläumsjahr."
Auch über die Grenzen Deutschlands hinaus ist das Museum ein attraktives Ausflugsziel. Dank der weltweit bedeutendsten Sammlung der Werke des russischen Expressionisten Alexej von Jawlensky oder der renommierten Jugendstilsammlung Ferdinand Wolfgang Neess ist das Museum Wiesbaden national wie international ein Anziehungspunkt. Besondere Ausstellungshighlights haben das 200-jährige Museumsjubiläum geprägt. Dazu gehört die Doppelausstellung zur Biene in Kunst und Natur, mit der das Jubiläumsjahr eröffnet wurde, ebenso starke Sonderausstellungen im Bereich der Moderne und Gegenwart wie mit Sven Drühl und Louise Nevelson. Die Klassische Moderne hat sich erneut als Publikumsliebling erwiesen: "Feininger, Münter, Modersohn-Becker... oder wie Kunst ins Museum kommt" begeistert noch bis zum 26. April 2026.
Taylor Swift machte dem Museum Wiesbaden mit ihrem Musikvideo "The Fate of Ophelia" ein wunderbares Geschenk zum Ausklang des Jubiläumsjahres. Darin stellt sie gleich in der Eingangssequenz das Jugendstilgemälde "Ophelia" von Friedrich Heyser nach. Menschen, insbesondere Jugendliche, die laut eigener Auskunft zum Teil noch nie auf Eigeninitiative im Museum waren, wurden so auf dieses Kunstwerk und seine Geschichte aufmerksam. Die US-amerikanische Sängerin wurde so zur Kulturvermittlerin und hat Tausende von Swifties in das Museum Wiesbaden geführt, die nicht nur "Ophelia", sondern auch die Sammlungen der Kunst und Natur für sich entdeckten. (MW)
Quelle: Museums Wiesbaden (MW)Das neue digitale Kunstmagazin berichtet über aktuelle Kunstmessen und Ausstellungen sowie über Kunst.
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