Nach zwei Jahren rückläufiger Umsätze ist der globale Kunstmarkt 2025 wieder auf Wachstumskurs und erreichte ein Verkaufsvolumen von rund 59,6 Mrd. US‑Dollar, ein Plus von 4% gegenüber dem Vorjahr. Getrieben wurde diese Erholung vor allem von einer Wiederbelebung des Auktionsgeschäfts und einer moderaten Erholung im Händlersektor, während private Verkäufe leicht zurückgingen.

Der Händlersektor steuerte 34,8 Mrd. US‑Dollar bei, was einem Zuwachs von 2% entspricht, während die öffentlichen Auktionen um 9% auf 20,7 Mrd. US‑Dollar zulegten; die gemeldeten Private Sales sanken dagegen um etwa 5% auf knapp 4,2 Mrd. US‑Dollar. Parallel dazu stieg die Zahl der Transaktionen auf schätzungsweise 41,5 Mi-o., ein Indiz dafür, dass die Markt-aktivität trotz politischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten breit abgestützt blieb.
Die geografische Struktur des Kunstmarkts blieb 2025 klar konzentriert: Die drei Leitmärkte USA, Vereinigtes Königreich und China vereinten zusammen 76% der globalen Verkäufe nach Wert auf sich.
Die USA behaupteten mit einem Marktanteil von 44% ihre führende Position und bauten ihren Anteil gegenüber 2024 sogar um einen Prozentpunkt aus, gefolgt vom Vereinigten Königreich mit stabilen 18% und China mit 14%, einem leichten Rückgang um einen Prozentpunkt.
In absoluten Zahlen legten die USA auf 26,0 Mrd. US‑Dollar zu, was einem Wachstum von 5% entspricht, begünstigt durch eine deutliche Belebung des Hochpreissegments mit einem kräftigen Anstieg der Werke über 10 Mio. US‑Dollar im Auktionsbereich.

Das Vereinigte Königreich kam 2025 auf 10,5 Mrd. US‑Dollar und wuchs damit um 2%, wobei das Plus vor allem von den Auktionen getragen wurde, während die Händlertätigkeit verhaltener verlief.
China verzeichnete im Kontext einer anhaltend angespannten Immobilienwirtschaft und gedämpfter Konsumentenstimmung nur ein leichtes Umsatzplus von gut 1% auf 8,5 Mrd. US‑Dollar. Während das Auktionsgeschäft im chinesischen Festland anzog, stand Hongkong als stärker international ausgerichteter Handelsplatz besonders unter dem Druck globaler Unsicherheiten.
Frankreich, viertgrößter Markt weltweit und größter innerhalb der EU, gelang 2025 eine bemerkenswerte Trendumkehr: Die Umsätze stiegen um 9% auf 4,5 Mrd. US‑Dollar und lagen damit wieder über dem Niveau von 2019. In der übrigen EU zeigte sich ein gemischtes Bild: In der Schweiz und in Österreich kletterten die Verkäufe jeweils um 13%, in Spanien um 6%, während die Märkte in Deutschland und Italien um 10 beziehungsweise 2% nachgaben; insgesamt wuchs der Kunstmarkt der EU um 3% auf rund 8,4 Mrd. US‑Dollar.
In Asien außerhalb Chinas blieb die Dynamik ebenfalls uneinheitlich: Japan, das 2024 gegen den Trend noch zulegen konnte, verzeichnete 2025 einen leichten Rückgang der Umsätze um 1%, während Südkorea um 6% wuchs und seine Rolle als aufstrebender Knotenpunkt für zeitgenössische Kunst weiter festigte. Insgesamt ergibt sich ein Bild eines Marktes, der sich regional differenziert entwickelt, aber den-noch von einigen dominanten Zentren strukturiert wird.
Parallel zur Wiederbelebung des physischen Handels hat sich der Online‑Kunstmarkt 2025 weiter abgekühlt und scheint sich auf einem neuen, niedrigeren Niveau einzupendeln. Laut Art Basel & UBS Global Art Market Report 2026 sanken die ausschließlich online erzielten Kunstverkäufe auf rd. 9,2 Mrd. US‑Dollar - den niedrigsten Stand seit 2019.
Während der pandemiebedingte Ausnahmeboom damit endgültig Geschichte ist, deutet die aktuelle Entwicklung eher auf eine strukturelle Neujustierung als auf einen Einbruch hin: Hochpreisige Arbeiten kehrten verstärkt in den Präsenzhandel zurück, während Online-Kanäle sich im mittleren Preissegment stabilisieren.

Im Händlersegment ist der Anteil der Verkäufe, die ausschließlich online abgewickelt werden, spürbar zurückgegangen, da sowohl etablierte als auch jüngere Sammlerinnen und Sammler verstärkt wieder physische Formate wie Messe‑ Stände, Ausstellungen und Private Viewings nachfragen. Auch bei den Auktionshäusern konzentrieren sich Online‑Only‑Versteigerungen zunehmend auf das mittlere und untere Preissegment, während die teuersten Lose wieder in Live‑Sales mit Saalpublikum und hybriden Bietformaten platziert werden.
Gleichzeitig bleibt der digitale Vertrieb ein unverzichtbares Rekrutierungsinstrument: Online‑Only‑Verkäufe sind weiterhin ein entscheidender Einstiegskanal für neue Käufer, auch wenn ihr Marktanteil laut Bericht 2025 um drei Prozentpunkte auf 15% des Gesamtmarktes sank.
Für Galerien und Plattformen bedeutet das, dass Online‑Präsenz und User Experience strategisch weiterentwickelt werden müssen, während der tatsächliche Geschäftsabschluss wieder stärker im kuratierten, analogen Raum verankert ist. (RE)
Quellenangabe:
Die in diesem Artikel genannten Zahlen, Marktanteile und Bewertungen basieren auf dem "The Art Basel and UBS Global Art Market Report 2026" von Arts Economics (Dr. Clare McAndrew), der die Entwicklung des globalen Kunstmarkts im Jahr 2025 analysiert. Ergänzende Einordnungen zum Online‑Segment basieren auf der Auswertung des Berichtsteils "Online Sales" sowie nachgeordneten Sekundäranalysen zum digitalen Kunstmarkt.
Hinweis: Dieser Bericht wurde unter Verwendung eines KI‑gestützten Assistenzsystems (Perplexity, powered by GPT‑5.1) auf Basis der Daten und Analysen des "The Art Basel and UBS Global Art Market Report 2026" von Arts Economics (Dr. Clare McAndrew) erstellt.
Quelle: epm gmbh (RE)Das neue digitale Kunstmagazin berichtet über aktuelle Kunstmessen und Ausstellungen sowie über Kunst.
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