Kunst-Welt

Matej Bosnić ist Preisträger des Bonner Kunstpreises

Matej Bosnić (*1990 in Osijek, Kroatien, lebt und arbeitet in Bonn) wird mit dem Bonner Kunstpreis 2025 ausgezeichnet. Die Jury, bestehend aus Prof. Dr. Stephan Berg (ehem. Intendant des Kunstmuseums Bonn), Dr. Friederike Voßkamp (Direktorin des August-Macke-Hauses Bonn), Dr. Ros Sachsse-Schadt (Stadtverordnete und kulturpolitische Sprecherin im Rat der Stadt Bonn), Dr. Birgit Schneider-Bönninger (Kulturdezernentin der Stadt Bonn) sowie der Gewinnerin des Bonner Kunstpreises 2023, Louisa Clement, wählte ihn einstimmig aus rund 30 Bewerber:innen aus.


Matej Bosnić

Bild: Mantra Watsa

Die Auswahl begründet die Jury wie folgt: "Matej Bosnić überzeugt durch seine subtilen, immer ortsspezifischen Eingriffe, in denen er die Atmosphäre von Räumen mit einer Stimmung von Fragilität und Rätselhaftigkeit auflädt. Das Interesse des Künstlers gilt der Frage, wie sich im Dialog zwischen Raum und Material ein Bewusstsein über die Verletzbarkeit des Individuums sowie der Gesellschaft insgesamt erzeugen lässt. Im Rahmen seines Reisestipendiums in Brüssel wird er sich mit dem Biotop Marais Wiels beschäftigen. Dieser Hort einer ausgeprägten Biodiversität war lange durch ein Bauprojekt gefährdet, bevor er jüngst unter Schutz gestellt wurde."

Auseinandersetzung mit konkreten Orten und Räumen

Matej Bosnić entwickelt seine installativen Arbeiten in Auseinandersetzung mit konkreten Orten und Räumen, deren Geschichte und Beschaffenheit die Grundlage für spekulative Szenarien und Fiktionen bieten. Ausgangspunkt für die mit dem Preis verbundene Ausstellung im Kunstmuseum Bonn ist das Marais Wiels in Brüssel. Dieser sogenannte Wielser Sumpf entstand 2007, als aufgrund eines Baufehlers große Mengen Grundwasser austraten.

Das feuchtgebietähnliche Biotop spielt seither eine wichtige Rolle für die Biodiversität vor Ort. Die Gefährdung durch ein geplantes Wohnungsbauprojekt konnte im Juli 2026 abgewendet werden, das Gelände wird nun zu einem geschützten Regionalpark umgewandelt. (KMB)

   Quelle: Kunstmuseum Bonn (KMB)

 

 

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