Mit rund 3,6 Millionen Besuchen 2025 haben die Museen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz im vergangenen Jahr ihr Ergebnis halten können. Trotz des rückläufigen Berlin-Tourismus und der gegenüber 2024 deutlich zurückgegangenen Übernachtungszahlen haben die Häuser auf der Museumsinsel oder dem Kulturforum wieder ein breites Publikum erreicht. Die große Resonanz der SPK-Museen und vor allem auch der Sonderausstellungen beim Berliner Publikum lässt sich unter anderem daran ablesen, dass 2025 rund 40.000 Jahreskarten verkauft wurden - 2.000 mehr als im Vorjahr. Am häufigsten wurden die Jahreskarten für den Besuch der Neuen Nationalgalerie genutzt, gefolgt von der Gemäldegalerie, der Alten Nationalgalerie und dem Hamburger Bahnhof.
Marion Ackermann, Präsidentin der Stiftung Preußischer Kulturbesitz seit 2025
Bild: © SPK/Thomas Koehler/photothek.deSPK-Präsidentin Marion Ackermann zeigte sich zufrieden mit der Bilanz: "3,6 Millionen Besuche sind ein großartiges Ergebnis. Sonderaus-stellungen hatten hier einen entscheidenden Effekt, trotz der sinkenden Tourismuszahlen. Darauf setzen wir auch bei der Verwendung der 12 Millionen Euro, die wir seit diesem Jahr zusätzlich von Bund und Ländern bekommen - die Hälfte werden wir in Ausstellungsprojekte stecken, die ein möglichst breites Publikum erreichen."
Die Präsidentin sprach sich auch für eine Wiedereinführung des kostenfreien Berliner Museumssonntags aus. Damit würde das Berliner Publikum und neue Zielgruppen erreicht.
Die Neue Nationalgalerie war im vergangenen Jahr das bestbesuchte Haus der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und mit 608.000 Besuchen das besucherstärkste Kunstmuseum in Berlin und Deutschland, etwa 47.000 Besuche mehr als im Vorjahr.
Noch etwas höher war der Zuwachs beim Hamburger Bahnhof - Nationalgalerie der Gegenwart, der 48.900 Besuche zusätzlich verzeichnet und auf rd. 445.000 Gäste kommt. Die gerade zu Ende gegangene Einzelausstellung der Künstlerin Klára Hosnedlová erreichte rund 280.000 Gäste und war damit die meist besuchte Ausstellung des Jahres.
Das besucherstärkste Haus auf der Museumsinsel, die wie im Vorjahr rd. 1,8 Mio. Besuche zählte, war das Neue Museum mit knapp 520.000 Gästen. Der Auftakt zum fünfjährigen Jubiläum "200 Jahre Museumsinsel" war ein Renner und bescherte vor allem dem Alten Museum ein Publikumsplus von 24 Prozent, insgesamt rd. 285.000 Besuche.
Die Alte Nationalgalerie steht mit rd. 402.000 Besuchen sehr gut da, was auch am Erfolg von "The Scharf Collection. Goya - Monet - Cézanne - Bonnard - Grosse" liegt, die seit Ende Oktober zu sehen ist. Die Besuchszahlen der Museumsinsel blieben auch deshalb etwa konstant, weil alle Häuser dienstags wieder geöffnet waren und das Museumsinsel-Ticket stark nachgefragt war.
Die fast durchgehend mit mehreren Ausstellungen bespielte James-Simon-Galerie hatte mit ca. 126.000 Besuchen eine Steigerung von 70 Prozent im Vergleich zu 2024 zu verzeichnen. Das Haus fing damit den leichten Rückgang bei "Pergamon. Das Panorama" auf, der durch eine zweimonatige Schließung bedingt war: zahlreiche Objekte mussten auf ihren Umzug in das Pergamonmuseum vorbereitet werden, das 2027 große Teile wieder öffnet. Eine leichte Steigerung um vier Prozent verzeichnete auch das Bode-Museum, das im vergangenen Jahr 190.000 Besuche verzeichnete, vor allem dank der äußerst erfolgreichen Sonderausstellung "Der Engel der Geschichte. Walter Benjamin, Paul Klee und die Berliner Engel 80 Jahre nach Kriegsende".
Am Kulturforum verzeichnete die Gemäldegalerie nahezu 200.000 Besuche, deutlich mehr als noch vor zwei Jahren. 2024 hatte das Haus mit der Sonderausstellung "Frans Hals. Meister des Augenblicks" für vergleichsweise außergewöhnlichen Zuwachs gesorgt, an den in diesem Herbst mit der Schau "Porträts! Überraschende Begegnungen von Botticelli bis Lempicka" wieder angeknüpft werden soll. Das Kupferstichkabinett registrierte mit der Ausstellung "Kosmos Blauer Reiter. Von Kandinsky bis Campendonk" mit über 34.000 Besuchen einen großen Erfolg.
Stark nachgefragt war auch die Sammlung Scharf-Gerstenberg in Charlottenburg mit einem Besucherplus von 37 Prozent und 10.000 Besuchen zusätzlich (insgesamt rd. 37.000), was an zusätzlichen Sonderausstellungen liegt. (SPK)
Quelle: Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK)Das neue digitale Kunstmagazin berichtet über aktuelle Kunstmessen und Ausstellungen sowie über Kunst.
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